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„’Stirb langsam‘ ist ein Weihnachtsfilm“

12:15

Auf Twitter kursiert gerade der Hashtag #diehardisachristmasmovie – als ob ernsthaft jemand behaupten wollte, dass Stirb langsam kein Weihnachtsfilm sei… Wir haben uns auf die Suche nach weiteren Filmen gemacht, die zu Weihnachten spielen und eines definitiv nicht sind: kitschig und besinnlich. Selbstredend gibt es auch YouTube-Trailer dazu. Eine Vorwarnung und ein Bedienungshinweis: 1. Die Trailer sind auf englisch und von seriösen YouTube-Nutzern eingestellt (man will ja nichts riskieren…). 2. Bei Actionfilmen lohnt sich eine erhöhte Lautstärke auch bei Trailern… 😉

Stirb langsam (Die Hard, 1988)

Im klassischen Sinn ist dieser Klassiker kein Weihnachtsfilm – aber das gilt auch für zwei weitere der nachfolgenden Beispiele. Schließlich spielt die Handlung zwar an Weihnachten, aber das „Fest der Liebe“ dient eigentlich nur zur Dekoration. Dennoch: Der Film spielt an Weihnachten, es wird eine Weihnachtsfeier gezeigt und für einen Teil des KfzVS-Teams gehört er in den Dezember wie Glühwein und selbstgemachte Kekse.

Ansonsten: Muss man wirklich erläutern, worum es beim Kampf der Einmann-Armee wider Willen gegen fiese Gangster geht? Nö, muss man nicht.

Tödliche Weihnachten (OT: The Long Kiss Goodnight, 1996)

Acht Jahre später erschien „Tödliche Weihnachten“. Von manchen wird er auch als „DER Oldschool Weihnachtsactioner schlechthin“ bezeichnet – obwohl an erster Stelle doch „Stirb langsam“ steht… Davon abgesehen: Geena Davis als ehemalige Profikillerin, die langsam ihr verlorenes Gedächtnis wiederfindet, und Samuel L. Jackson als abgehalfterter Detektiv, der ihr dabei hilft, bringen feine Action-Unterhaltung auf die Leinwand. Wer eine Abwechslung von Kinderchören und Engelsgesang sucht, ist mit dem Geballer gut bedient.

Wild Christmas (OT: Reindeer Games, 2000)

Der ex-Knacki Rudy (Ben Affleck) wird gegen seinen Willen in einen Raubüberfall auf ein Indianerkasino hineingezogen, der an Heiligabend mit Weihnachtsmannkostümen stattfinden soll. Wie es oft so ist: Vieles ist nicht das, was es zu sein scheint, und der Überfall endet anders als geplant. In dem Actiongeladenen Gangsterspektakel, von dem es zwei Schnittfassungen gibt (ab 16 und ab 18), spielt Charlize Theron die weibliche Hauptrolle und in Nebenrollen sind u.a. Danny Trejo (u.a. Machete) und Ashton Kutcher (u.a. Two and a Half Men) zu sehen.

Santa’s Slay – Blutige Weihnachten (Santa’s Slay, 2005)

In der Reihe wirklich schräger Filmideen, die für Weihnachtsfilme umgesetzt werden, hat Santa’s Slay einen vorderen Platz verdient. Schließlich ist Santa in Wahrheit der Sohn des Teufels und musste aufgrund einer verlorenen Wette für 1.000 Jahre den dicken, netten Mann spielen. Und mit dem Ende dieser Zeit ist es auch vorbei mit Freude und Weihnachtsgeschenken – denn Santa lässt seiner dämonischen Natur wieder freien Lauf… Bei der Filmkritik kam die Horrokomödie, in der der ex-Football-Profi und ex-Wrestler Bill Goldberg die Hauptrolle spielt, übrigens nicht gut an. Aber wen interessieren schon die Kritiker, wenn man einfach nur mal ganz entspannt abschalten möchte?

Krampus (2015)

Im Alpenraum ist die Legende des Krampus – der die unartigen Kinder bestraft, während der Nikolaus die braven beschenkt – fester Bestandteil des Adventbrauchtums. Mit der amerikanisch-neuseeländischen Co-Produktion „Krampus“ hat es die Sagengestalt 2015 auch in den angelsächsischen Sprachraum geschafft. Formal läuft der Film unter „Horrokomödie“, auch wenn sich da die Zuschauer nicht ganz so einig sind. Unterhaltsam ist er allemal, wenn die Vorgabe für einen Weihnachtsfilm „romantisch“ oder „besinnlich“ ausschließt…