Ausgehend von der Berichterstattung hat der US-Autohersteller unter Journalisten wohl das beste Image der Hersteller von Elektroautos. Kostengünstige, alltagstaugliche Fahrzeuge für eine breite Masse stellt er allerdings nicht her. In diese Lücke springt u.a. die e.Go Mobile aus Aachen. Hier ein bildlastiger Bericht aus dem Showroom.

e.GO Life: Markteintritt in Sichtweite

Normalerweise ist die Community der deutschsprachigen Wikipedia streng: Was noch nicht erschienen ist, hat normalerweise keinen Artikel verdient. Im Fall des Aachener Kraftfahrzeugherstellers e.GO Mobile ist das anders. Da gibt es sowohl einen Beitrag für das Unternehmen selbst als auch für das Erstprodukt, das Stadtauto e.GO Life.

Das Unternehmen wurde Anfang 2015 für dem Prof. Günter Schu (RWTH Aachen) gegründet und präsentierte im März 2017 das Serienmodell des e.GO Life auf der CeBIT. Diesen Mai soll die Serienproduktion starten, damit ab Juli die vorbestellten Fahrzeuge ausgeliefert werden können.

Wir haben uns neulich in Aachen im Showroom in der Nähe des Elisenbrunnens umgesehen und ein paar Eindrücke mitgebracht. Was wir dabei nicht zeigen (bzw. nur ansatzweise im Titelbild): Der Showroom wurde in Kooperation mit dem Möbelhaus Matthes gestaltet – weshalb der Rahmen teilweise die Anmutung eines stilvoll modern eingerichteten Wohnzimmers hatte. Aber genug der Vorrede…

 

Das Gestell eines e.Go Mobile Prototypen, von der Frontansicht aus
Selten kommen einfache Verbraucher so nah an so frühe Prototypen wie hier bei e.Go Mobile in Aachen. Es braucht noch einiges an Vorstellungskraft, hier das spätere Modell zu erkennen.

 

Das Gestell eines e.Go Mobile Prototypen, von der Rückansicht aus
Noch mehr Vorstellungskraft braucht es bei der Rückansicht: Der Wagen ist im Inneren sprichwörtlich „nackt“.

 

Frontansicht eines e.Go Mobile-Prototypen
Ein paar Entwicklungsschritte weiter, ist aus dem Stahlrohrgestellt schon ein richtiger Kleinwagen geworden, wie Verbraucher sich das vorstellen.

 

Blick ins Innere eines e.Go Mobile Prototypen.
Probesitzen ist auch auf der Rückbank möglich. Wer später einmal zu zweit unterwegs ist, kann selbstredend auch den Kofferraum vergrößern, indem er die Rückbank umklappt.

 

Hinweisschild
Damit keine Missverständnisse aufkommen, wird VOR dem Wagen gewarnt, dass es sich um einen Prototypen handelt. In der Tat haben beispielsweise die Spaltmaße auch für Außenstehende sichtbare Größen.

 

Hinweisschild im Wageninneren
Und um ganz sicher zu gehen, wird auch im Wageninneren noch darauf hingewiesen, dass es sich um ein Fahrzeug zu „Anschauungs- und Informationszwecken“ handelt.

 

e.GO Mover: Markteintritt schon mit dem Fernrohr sichtbar

Als zweites großes Produkt arbeitet e-Go Mobile an dem Elektrostadtbus e.GO Mover. Er soll Platz für etwas über ein Dutzend Personen bieten und in Kooperation mit Nvidia als vollautomatisierter E-Bus autonom unterwegs sein.

Seit Oktober 2017 sind Vorbestellungen möglich und die Serienproduktion ist ab 2019 geplant.

 

Frontansicht des e.GO Mover. Noch ist hinter dem dunklen Glas Platz für einen Fahrer – in der Zukunft soll der Bus ein Selbstfahrer sein.

 

Rückansicht des e.GO Mover. Herkunft (RWTH Aachen) und Industriepartner (Nvidia) sind eindeutig zu erkennen.

 

Blick ins Innere des e.GO Mover. Das Sitzvergnügen im Prototypen war noch etwas „hart“, aber der Bus ist ja auch nicht für lange Strecken geplant.

 

Technische Angaben zum e.GO Mover.

 

Und sonst noch?

Als drittes Produkt hat das Unternehmen auch ein Kart für Erwachsene im Sortiment. So komfortabel es auch ist: In der Breite ist es jedenfalls nur bedingt tauglich für Radwege oder Unterführungen…

 

Das e.GO Kart ist ein Spielzeug für Erwachsene: mit einem 250 W Pedelec Motor, einem stufenlosen, vollautomatisch NuVinci-Naben-Getriebe, einem Gewicht von 57 kg und einem Preis ab ab 3.990,- EUR.

 

Im Showroom war es noch ein Plakat (eine Photoshop-Arbeit?), bald wird es Realität sein: Flitzer aus Aachen flitzen auf Aachens Straßen.

 

Noch zwei Hinweise:

  • Hinweis 1: Falls jemand den Verdacht auf „Schleichwerbung“ hegt…Wir haben den Showroom von e.Go Mobile ohne Kenntnis der PR-Abteilung besucht und diesen Beitrag ohne Rücksprache mit selbiger erstellt.
  • Hinweis 2: Sollte die PR-Abteilung mit den Fotos oder der Darstellung nicht glücklich sein… Euer Showroom in Aachen war frei zugänglich und ihr hattet keine „Fotos verboten“-Schilder aufgestellt.